Kulturelles

Bildung

Diese kurze kulturelle Abhandlung über die Zwerge des Bärenlandes beziehe sich weitestgehend auf die Gepflogenheiten des Zwergenvolkes der Hochzwerge.

In den Anfängen Ihres Lebensalters sind Zwerge in den so genannten Krippen untergebracht, wo Ihnen bereits Grundlegendes wie Sprache, Schrift und Brauchtumspflege vermittelt wird. Jede Woche wird eine zwergentypische Geschichte oder Legende vorgelesen. Die weitere Zeit, mindestens bis zum 30. Lebensjahr, verbringen die noch jungen Zwerge in der Obhut Ihrer Familie.
Zwerge halten nichts davon in dumpfen Mauerlöchern stundenlang zu sitzen, damit sie Ihren Kopf und Geist mit theoretischem Wissen voll gepfropft kriegen. Zwerge lernen durch Tätigkeiten, die Ihnen gezeigt werden von Zwergenmeistern, denn nur Zwergenmeister sind berechtigt eine Ausbildung durchzuführen. Eine Ausbildung dauert je nach Lehrgang und Schule mindestens 10 Jahre und maximalst 20 Jahre. Zwischen den Ausbildungen sind Jahre oder auch nur Monate der Wanderschaft veranschlagt.
Folgende vier Ausbildungsrichtungen sind maßgebend. Sie werden in zehn Betitelungen eingeteilt. Je nach Betitelung darf sich der Zwerg dann einem Zwergenstand zuordnen. Ausbildungsrichtungen von weniger Bedeutung sind beispielsweise Schriftgelehrter, Versorger, Kundschafter, Priester oder Gesteinskenner. Sie sollen hier nur genannt werden.

 
Ausbildungsränge im Bergbau, Gießerei und Schmiedekunst:

Ausbildungsränge in der Feinschmiederei und Gemmerei: 

Ausbildungsränge in der Handels- und Schätzkunst:

Ausbildungsränge in der Kriegs- und Kampfkunst:
 Träger  Sortierer  Zuhörer  Hammerhalter
 Klimperer  Streichler  Laberer  Stumpfklopper
 Klopferer  Wischer  Schwätzer  Fuchtler
 Schürfer  Kantling  Schieber  Axtwerfer
 Hammerer  Schleifer  Zockling  Bezwingerer
 Schlagerer  Eckmann  Händlerer  Doppelblattbärtling
 Meisler  Lupling  Feilscher  Axtspalter
 Hackerer  Polieraner  Kennerer  Axtschwinger
 Malmerer  Glänzer  Weissager  Stürmerer
 Berster  Feintl  Blender  Drachenköpfer

Zwergenstand:

Ausbildungsrang  (Beititel):
1-3: Zwergennovizer
4-6: Zwergenmalocher
7-9: Zwergenmeister
10 : Gemachter Zwerg

Soziales

Ein Wort zum Thema: Drachen
Ein altes Sprichwort besagt: „Zauber ich nicht, schuppst Du Dich“

Die Geschichte dazu besagt, dass die Drachen, einst, angelockt von der Wärme der Schmiede- und Schmelzöfen der Zwerge, einen solchen Respekt vor der Hitze des Feuers hatten, dass sie Ihnen die Magie raubten. Tatsächlich soll die Glut eines Gemachten Zwergenschmiedes die Hitze eines Drachenfeuerodems bei weitem übertreffen. Wahrhaftig war auch die Zwergenglut damals noch magisch beseelt. Die Drachen stahlen den Zwergen diese Magie. Siegreich zogen die Drachen von Dannen. Doch voller Zorn Schleuderten die Zwerge Ihre Hämmer gegen die Drache, und trafen diese so heftig, dass sie allesamt Ihre goldenen Schuppen verloren, die dann wie ein güldener Regen zu Boden vielen und von den Zwergen sogleich gesammelt wurden. Die Antwort der Drachen folgte zugleich, über Tage hinweg spuckten sie ihre Feuersbrunst auf die Zwergengipfel, was die meisten Zwerge nur in Ihren Höhlen mitbekamen und verschont blieben.
Seit diesen Tagen lieben Zwerge Drachengold, können nicht mehr Zaubern und Drachen haben nur noch einen grünen, schuppigen Panzer anstatt einer Haut aus Gold. So entstand auch die gegenseitige Feindschaft oder auch Ehrfurcht. Doch heutzutage tauchen Drachen selbst bei den Zwergen nur noch in Geschichten alter Zwerge oder Büchern aus Urvätern Hausrat auf. Wenige lebende Zwerge haben wohl je einen zu Gesicht bekommen.

Ein anderes Wort zum Thema: Zwerginnen
(in Arbeit)

Ein weiters Wort zum Thema: Elfen
(in Arbeit)

Handel und Währung
(in Arbeit)

Geographisches zum Sturmland
(in Arbeit)

Geschichten

Die Geschichte vom Donnerdorn

Einige Jahrzehnte nach der Ersten Begegnung der Zwerge mit den Menschen, wollte Sturmhard den Zwergen ein Geschenk machen. Es entwickelten sich zwar bereits einige Handelsbeziehungen zwischen den Zwergen und den Menschen, doch der „Bezwinger des Nordens, wie Sturmhard fortan auch genannt wurden, zielte daraufhin ab die angeborene Mürrischkeit des kleinen Volkes zu durchbrechen. Später sollte sich herausstellen, dass wohl kein Geschenk der hiesigen Welt, keine Handlung oder sonst etwas in der Lage sein könnte diese Sturheit und das Mistrauen der Zwerge zu bezwingen.
Im Geheimen ließ Sturmhard von seinen geschicktesten Goldschmieden einen besonderen gezackten Stirnreif fertigen. Der nach vorne hin 5-gezackte Reif bildete die symbolträchtige Gebirgsreihe im Sturmland wieder, dem so genannten Bärenrücken. Alle 5 der den Menschen damals bekannten Edelsteinen fanden einen Platz in dem Kunstwerk.
Der rote Rubin stellte das ewig brennende und glühende Feuer der zwergischen Schmiedefeuer dar. Der grüne Smaragd stand für die Hoffnung der Menschen, dass sich die Zwerge endlich aus ihren Löchern bequemen sollten und die Schönheit der oberirdischen Welt, wie Flüsse (blauer Saphir) und der Sonne (gelber Topas), bewundern zu können. Doch diese Bedeutungen blieben den meisten Zwergen, bei Anblick der glänzenden Edelsteine, schleierhaft. Geblendet von der Größe und Schönheit des letzten Steines, eines Diamanten, dessen Glanz die Reinheit und Qualität zwergischer Handelsgüter darstellen sollte und dessen Größe und Form den Höchsten Berg der Bärenrückens nachahmen soll, nahmen sie das Geschenk dankend an.
Die Beziehungen der beiden Rassen festigten sich von nun an mehr und mehr. Die Zwerge verliehen den Reif jeweils dem wohlhabensten unter ihnen. Dies musste nicht zwangsweise immer der König gewesen sein. Über viele Jahrhunderte besiegelte das wahrhaft kostbare Schmuckstück die Verbrüderung der bärischen Menschen mit den Zwergen aus der Erde. Bis, ja bis zu einem der schwärzesten Tage in der zwergischen Geschichtsschreibung...
Am „Tag der hohlen Ader“, zu Beginn der Ersten Kitzkriege, bat ein bärischer Wiesen- und Feldmarschall, Attalos der Erste Sote, war sein Name, die Zwerge um Hilfe gegen einen Angriff des Feindes. Die Übermacht des Feindes bezwang an diesem Tag die kleine Gruppe aus Zwergen und Menschen auf einem Schlachtfeld im Westen Luschiens.
Eine Legende besagt, dass die tapfer kämpfenden und gefallenen Krieger dieses Scharmützels, kurze Zeit nach Abzug und Schändung durch die Feinde, von der magischen Erde Luschiens in den Untergrund gesogen wurden. Dort sind die Körper als reinstes Golderz wiederauferstanden und wurden gleichsam in hohle Erdadern gepresst. Nur jemand der bereits dort war weiß wo dieses Feld liegt. Es wird sich erzählt, dass an diesem Ort die Goldadern sogar bereits oberirdisch sichtbar sind.
Der Feind plünderte zuvor die Kadaver und entwendete den Reif, der mittlerweile von den Zwergen Donnerdorn genannt wurde. Der damalige Träger war Babur Beringa Bagur ein reicher Schmiedemeister und Axtschwinger aus Süd-Sturmland. Immer noch soll sich eine hellbraune Locke seines Bartes am Stirnreif befinden. Die feindliche Heeresgruppe, die unter dem Kommando des legendären Kitzmann stand, jedoch nicht von ihm persönlich angeführt wurde, bestand im Wesentlichen aus Küsten-, Meeres-, und Flussschurken. Ragnar die räudige Ranke, von dem gesagt wir, dass er einer Alge entsprang, war der Anführer. Er nahm den wertvollen Reif an sich und floh damit auf die offene See hinaus, wo er tief abtauchte.
Somit war in den Augen und Köpfen der Zwerge der Reif wohl für immer verloren. Kein Zwerg wagte zur damaligen Zeit einen Seegang, geschweige denn Tauchgang.
Nach der Trauerzeit des Zwergenvolkes erreichten die Handlesbeziehungen mit den Menschen nie wieder ihren ursprünglichen Glanz.

Palmer Ganscho, Geschichtsschreiberling zu Zwergisch’ Gladbach