Die Zwerge und das Sturmland

Der Ursprung

Am Anfang aller Tage schufen die Beiden Bären Urs und Uhla einen gigantischen Kessel und brauten in Ihm den Ur-Sud, das Bier. Sie köchelten und gossen über mehrere Tage hinweg, bis es schließlich soweit war und sie diesen Sud, den Ursprung allen Lebens, in untergäriges und obergäriges Teilten. Diese Trennung zog weite Kreise nach sich! Hierbei wurde ebenfalls die unzerberstlichen Zusammengehörigkeiten von Gut und Böse, Chaos und Ordnung, Tag und Nacht, Friede und Krieg geschaffen.
Jedoch im Augenblick einer Unachtsamkeit entrann dem Kessel unbemerkt ein Tropfen des Suds, schlängelte sich am Topfrand entlang und verlor den Kontakt und da die Welt bereits im Entstehen war fiel der Tropfen zur Erde. Er traf auf die Spitze des höchsten Berges inmitten eines Hochgebirge, das nach Süden von einem bis dahin noch unwirtlichen Land umgeben war welches später einmal Bärenland genannt werden sollte.
Mit einem Knarzen und Splittern drang der Tropfen tief in den Berg hinein! Er bestand wie der gesamte Sud aus purer Energie und Erneuerung. Der Berg begann darauf von Innen heraus glühend zu leuchten und alsbald verstreuten sich explosionsartig viele tausende, in allen Farben der Welt grell leuchtende, Adern. Mitten durch und tief hinein in das Gesteinsmassiv des umgebene Berglandes reichten sie. Tage dauerte es bis die darauf folgenden Gewitter und Regenfälle den letzen glühenden Stein mit einem zischenden Laut ablöschen konnten.
Aber nicht ewig blieb es dunkel! Ein kleines Licht leuchtete aus den tiefsten Tiefen der Erde heraus, drang in die obersten Gesteinsschichten ein und verbreitete sich sodann wie ein Flächenbrand. An manchen der Adern entstanden knäulförmige Knospen. Sie wuchsen heran und verschafften sich dadurch im Gestein einen Platz. Mit der Zeit entstand so kleinen Höhlen.
Aus einer dieser Knospen entsprang der erste Zwerg! Er kam in mitten einer keinen Halle zu sich die sanft von weiß-bläulich leuchtenden Gesteinsadern durchzogen war! Und der Zwerg fing an zu graben!

Der Zwerg an sich


Die Befreiung der Zwerge


In der Zeit als Odo auf den höchsten Punkt des Bärock’s stieg und sein Wort an die erste größere Bärenschar richtete, wurde bereits in diesem Akt das gesamte Geschick der Zwerge bestimmt. Er schickte also, als einen von ACHT der mächtigsten Bären die zu Gegend waren, Utram den Bringer des Sturmes los um seinen Weg in den Norden zu wagen. Einige Dutzend seiner Anhänger begleiteten Utrams Weg in den Norden. Die Gruppe war voller Kraft in Ihrem Marsch, dass Ihre Wanderung erst ein Ende fand als Sie vor einer riesigen Felsformation mit steil aufragenden, schroffen Gipfeln standen. Utram hatte Ihren langen Marsch durch Rückenwind beflügelt.
Und seinem eisernen Willen folgend trieben sich Löcher in Erde und Gestein, um sich in dieser beinahen baumlosen Gegend eine Bleibe zu errichten. Tief klopften sie über Wochen hinweg kleine Höhlen und Stollen, die sie dann Ihr zu Hause nannten. Und das Klopfen hallte weit…
Wie ein Blitz durchfuhr es die Zwerge tief unter den Felsen als die ersten noch dumpfen Schläge von Hacken, Spaten und Schaufeln an ihre Haarigen Ohren drangen, und sie wollten dorthin, raus aus dem fahlen Lichte der Gesteine. So gruben sie dem Hämmern nach, der Richtung des Ursprungs der Geräusche. Langsam hörten und merkten beide Parteien, dass sie nicht alleine unter der Erde waren. Immer näher kamen sich die Stollen, bis sie schließlich nur noch ein einziger Spitzhackenschlag trennte. Doch dann verstummte das Hämmern und Klopfen, was sich vorher gleichsam eines sonderbaren Liedes über das ganze Erdreich erstreckte. Angst vor dem Unbekannten machte sich allerseits breit.
Utram war es, der dem Mute seiner inneren Stimme nicht widerstehen konnte und sich, im wahrsten Sinne des Wortes einen Ruck gab, um den letzen Schlag höchstpersönlich auszuführen. So trafen die Menschen und die Zwerge das erste Mal zusammen, und sie schlossen Freundschaft. Als Zeichen dieser Freundschaft wird seit jeher ein großes gemeinsames Fest gefeiert, das eine ganze Woche lang andauert. Musikalisch wird diese Festlichkeit von Trommeln, Klopfen und Hämmern begleitet, die dann weit über den gesamten Noren des Bärenlandes zu hören und bis tief in das Gebirge hinein zu spüren sind. Bei den Menschen wird das Fest Glimber Gatering, und bei den Zwergen Dondrosch genannt.