Die Katanik
(zu faul zum Lesen? -höre hier!)
Katt’Nah der Lachende war ein warmherziger und starker Bär, und er verstand sich sehr auf jedes Handwerk und so wundert es nicht, dass sein Land, die Katanik, noch heute die feinsten und schönsten Dinge in ganz Bärock fertigt. Schnitzereien und Tonwaren sind nur ein Teil der Handwerkskunst aus diesem Land. Ein beliebtes Reiseziel ist sie, die Katanik, denn die Gastfreundschaft der Kattner ist nahezu legendär und kaum ein Auge bleibt trocken in diesem schönen Land.
Über die Katanik
Mitten im Herzen des nördlichen Bärocks liegt die unvergleichlich schöne Katanik. Sanfte Hügel, saftige Wiesen und tiefgrüne Wälder prägen die Landschaft. Genau diese sind auch die Ressourcen, aus denen die Katanik ihren Reichtum an Handwerk und Wohlstand schöpft.
Wirtschaft
Bei keiner Provinz ist dieser Punkt so wichtig wie bei der Katanik. Von zentraler Bedeutung in der Katanik ist das veredelnde Handwerk, wobei die Metallverarbeitung nur sehr schwach vertreten ist. Die Schwerpunkte liegen eindeutig im Bereich Holz, Töpferei und Nahrung. Dafür bietet das Land die besten Möglichkeiten.
Im Gegensatz zu Oetten, dessen Böden vor allem für den großflächigen Anbau von Getreide und Kartoffeln verwendet werden, ist in der Katanik die Bewirtschaftung kleiner Felder mit vielen verschiedenen Feldfrüchten wie Gemüse, Flachs und Kräutern an der Tagesordnung. Aufgelockerte Streuobstbestände und vereinzelte Viehzucht ergänzen die katanische Landwirtschaft zu einem reichhaltigen Angebot an Rohstoffen für das Handwerk. Teilweise werden auch ganze Viehherden aus der Fleischau nach Norden getrieben, um als katanischer Schinken und Wurst in alle Teile Bärocks weiterzureisen. Doch nicht nur die Metzger sind berühmt. Die Früchte der Streuobstwiesen werden zu Marmelade, Dörrobst oder Schnaps, und sind in diesen Formen sehr beliebt im ganzen Land.
Besondere Bedeutung hat auch der Flachsanbau, denn geschickte Weber haben sich vor allem in Wabenreht mit ihrem feinen Leinen einen Namen gemacht. Vieles dessen, was in Bärock um den Leip getragen wird, stammt aus der Katanik. Und nur dem Streben der Kattner nach Nutzbarkeit ist zu verdanken, dass sich so viele in unserem Land Kledage überhaupt leisten können.
Hand in Hand mit den Webern gehen die Tischlersliut einher, deren Geschick erst den Bau so ausgeklügelter Webstühle ermöglichte. Doch auch in jedem anderen Bereich des Holzhandwerks sind die Kattner bewandert. Kunstvoll geschnitzte Möbel, Holzgeschirr und allerley Gerät entstehen in ihren Werkstätten. Die reichen katanischen Mischwälder bieten hierfür eine Vielzahl an Hölzern.
Doch auch außerhalb der Wälder finden sich die Ursprünge mancher Erzeugnisse. Lehmgruben in den Hügeln liefern den Ton für allerhand Steinzeug, welches in den Brennöfen im ganzen Land ausgebrannt wird. Besonders bekannt ist das blau-graue Steinzeug aus Pranntenburg, wo sich in den Gassen eine Töpferey an die andere reiht.
Erwähnenswerte Orte
Die Rote Burg
Einst ein kleiner Wachturm wurde die Rote Burg im Lauf der Jahrhunderte immer mehr zum Schwerpunkt der Verteidigung im nördlichen Flachland Bärocks. So ist sie neben Oetten und Rawaldingen eines der Hauptquartiere des Bärocker Heeres. Dennoch nimmt sie eine Sonderstellung ein, denn obwohl die Katanik eine offenherzige und friedliche Provinz ist, so ist die Rote Burg doch kompromisslos auf den Kampf ausgerichtet. Niemand darf an, um, auf und in ihren Mauern siedeln oder Gewerbe treiben. Und dennoch ist sie der Sitz des Hetmannes der Katanik sowie der ganzen Provinzregierung.
Um und auf der Burg wurden viele Gefechte gekämpft, denn sie beherrscht ein weites Gebiet. So gut wie immer war der Feind der Kitzmann, und einmal gelang es ihm sogar die Burg zu erobern.
Errichtet wurde die Burg als einfacher steinerner Wachturm auf dem Ettenkolm, der höchsten Erhebung in vielen Meilen Umkreis. Dieser steinerne Wachturm war aus einfachem Kalkstein gebaut und nur schwach besetzt. Er diente vor allem dem Erhalt der Ordnung und weniger der Verteidigung. Als sich damals aber die Bedrohung vor dem zweiten Kitzkrieg abzeichnete, beschlossen die Kattner eine ganze Burg an dieser Stelle zu errichten. Hierfür wurde aus den westlichen Hügeln der Katanik roter Sandstein auf den Ettenkolm geschafft, was der Burg ihren Namen verlieh. Besondere Merkmale der Burg sind die Tatsache, dass ihre Mauern auf dem Grundfels errichtet sind und so auch nicht untertunnelt werden können und dass die Dächer der Türme mit besonders harten, glasierten Ziegeln versehen sind so dass es sehr schwierig ist die Burg in Brand zu schießen.
Tatsächlich ist der Erfolg des Kitzmannes auf einen eingeschleusten Maulwurf zurückzuführen, der des Nachts einer Bande Kitzmänner über die Mauer und zum Torhaus half. So wurde die Burg zwar erobert, aber nie bezwungen.
Heute bildet ihr Palas den Sitz des Hetmannes mit seiner Regierung.
Pranntenburg
Kleinstadt mit hohem Anteil an Töpfereien.
Wabenreht
Kleinstadt mit hoher Dichte an Webereien.
Martinsbühl
Größte Stadt der Katanik, ausgewogene und ausgeprägte Handwerksansiedlungen.
Okterianer
Eine kleine, recht junge Ansiedelung dieses ausländischen Ordens. Involviert in alle Arten von Handel.
Politik
Der Hauptmann der Katanik wird von den sog. Hetmannsständen gewählt. Die Hetmannsstände sind eine Versammlung aller in den Städten gewählter Stadträte sowie aller Schultheiße und Bürgermeister der ländlichen Dörfer. Sie treten zusammen im großen Saal der Roten Burg. Jedes Mitglied der Stände darf einen Kandidaten vorschlagen und ist auch wählbar. Nach dem ersten Wahlgang wird jeder Kandidat mit einer oder keiner Stimme von der Liste gestrichen, danach immer derjenige mit den wenigsten Stimmen. Es gibt so viele Wahlgänge bis ein Kandidat mehr als die Hälfte der Stimmen hat. Unmittelbar nach der Wahl wird er zum Hauptmann der Katanik ausgerufen.
Kultur
Die Kattner schätzen die bildende Kunst, vor allem Skulpturen und Verzierungen an scheinbar alltäglichen Gegenständen. Die Grenze zwischen Handwerk und Kunst verwischt dabei oft. Reich, scheinbar verschwenderisch verzierte Häuser gehören zum Straßenbild einer jeden Siedlung. Musik, Dichtung und Literatur haben dagegen nur einen geringen Stellenwert.

